Cyber-Koalition
Bei der NATO-Konferenz am Wochenende in Lissabon wird der westliche Kriegspakt im Rahmen der Debatte um ein neues strategisches Konzept auch die Frage entscheiden, ob ein Cyber-Angriff auf einen Mitgliedsstaat künftig den Bündnisfall nach Artikel V des Nordatlantik-Vertrages auslöst.
Vorab übt die NATO schon mal die virtuelle Kriegsführung. Vom 16. bis 18. November findet das Manöver „Cyber-Coalition 2010“ statt, zu dem alle Bündnisstaaten eingeladen wurden. Ziel der Übung ist es, den strategischen Entscheidungsprozess zwischen den Staaten zu üben und die technischen und operativen Zuständigkeiten zu trainieren.
Die NATO legt Wert auf die Feststellung, dass das Manöver „ein seit mehreren Monaten geplantes Großvorhaben“ und „keine Reaktion auf stuxnet“ sei.
Spiegel-online hatte am 16.11. berichtet, der Virus stuxnet sei zur Sabotage des iranischen Atomprogramms in die Welt gesetzt worden. Dabei sei stuxnet eine „ausgesprochen ungewöhnliche Software“, deren Entwicklungskosten auf mehrere Millionen Dollar geschätzt werden. „Das Programmierer-Team muss groß gewesen sein“, schreibt der Nachrichtendienst.
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